Ein Beitrag von Oskar und Jasmin (8c)
In den letzten Wochen haben wir uns mit dem Thema „Vielfalt in den Medien“ auseinandergesetzt. Dabei haben wir gelernt, dass Darstellung sehr wichtig ist und eine falsche Darstellung schnell zu Vorurteilen gegenüber Personen, Städten oder Ländern führen kann.
Neukölln wird in den Medien oft sehr negativ dargestellt. Es wird über Kriminalität, Gewalt und hohe Migrationsraten berichtet. Die kulturelle Vielseitigkeit und die vielen verschiedenen Möglichkeiten sich sozial zu integrieren werden selten hervorgehoben.
Bei unserem Besuch im Rathaus Neukölln haben wir Ideen für eine unverzerrte Werbekampagne gesammelt und ein Plakat dafür erstellt. Dabei haben wir darauf geachtet, die Vielfalt in Neukölln in den Vordergrund zu stellen und Neukölln so darzustellen, wie wir es wahrnehmen. Als Slogan wählten wir „We visit before we judge“, eine Anspielung auf den Social-Media-Trend „We listen and we don’t judge“. Damit wollen wir die Leute auffordern, sich ihr eigenens Bild von Neukölln zu machen statt sich eine Meinung anhand von einseitigen Artikeln zu bilden.

Für die Gestaltung des Plakats haben wir aus Broschüren viele Bilder und Schriftzüge aus Neukölln und über Neukölln ausgeschnitten und daraus eine Collage erstellt. Die Bilder wurden alle an verschiedenen Orten in Neukölln aufgenommen und stellen unserer Meinung nach Neukölln sehr gut dar. Sie zeigen beliebte Orte wie den Körnerpark oder die Karl-Marx-Straße, wo immer viel los ist.
Um sich ein zutreffendes Bild von Neukölln zu machen, bringt es wenig, sich Statistiken anzuschauen. Wichtiger ist es mit Bewohner*innen zu reden, um ihnen Raum zu geben, ihre Sicht auf das Leben in ihrem Kiez darzustellen. Viele Menschen leben sehr gerne in Neukölln, weil sie sich dort wohlfühlen. Sie schätzen die Vielfalt in Neukölln: Die Menschen können ihre Identität frei ausleben, ohne das Gefühl zu haben sich verstecken zu müssen.
Um sich eine Meinung zu Neukölln zu bilden, sollte man sich also durch Medien informieren, in denen mit den Menschen geredet wird und nicht über sie.